Ihr Warenkorb
enthält  Artikel

Ehrliche Haut: Leder richtig pflegen

Immer ein Blickfang, elegant und hochwertig: Kleidung aus Leder ist ein Garant für einen guten Auftritt. Aber Leder bedarf als Naturmaterial auch besonderer Pflege. Wir haben Pflegetipps gesammelt, mit denen Ihre Leder-Lieblingsstücke hoffentlich viele Jahre halten.

Seit Menschen angefangen haben, Leder zu nutzen, machen sie sich auch Gedanken über Lederpflege. Schon unseren Vorfahren war bewusst, dass Öle und Fette Leder haltbarer machen, und es vor Witterungseinflüssen schützen. So wollte man die großen Vorteile von Taschen , Kleidung oder Schuhen aus Leder langfristig erhalten. Denn Leder ist wasserundurchlässig, robust und atmungsaktiv. Trotzdem entwickelt Leder nach längerer Benutzung immer eine Patina. Und irgendwann ist eine Lederpflege fällig – egal, wie sehr man die Geschichten liebt, die benutztes Leder erzählt.

Aber wie reinigen Sie Leder richtig, ohne dass es Schaden nimmt?

Tipp 1 – Kenne Dein Leder

Damit bei der Lederpflege nichts schiefgeht, sollte man sich zunächst einmal darüber im Klaren sein, welche Art Leder man gerade behandelt. Grundsätzlich wird übrigens zwischen Glatt- und Rauleder unterschieden. Für Glattleder verwendet man die Hautoberseite des Tieres. Beim Rauleder hingegen ist die Oberfläche angeschliffen, eben „aufgeraut“.

Wichtig bei Glattleder ist die Unterscheidung zwischen offenporigen Glattledern (auch Anilinleder genannt) und versiegeltem Glattleder. Ein offenporiges Glattleder ist ein mit Anilinfarbstoffen durchgefärbtes Leder. Bei so einem Leder können Sie die natürliche Beschaffenheit des Leders, nämlich seine Poren, gut erkennen. Zur Pflege und Reinigung von Anilinleder empfehlen sich spezielle Pflegemilch und Cremes. Außerdem gibt es den Sonderfall von gedecktem Glattleder. Es wurde zusätzlich zur Anilinfärbung mit deckender Pigmentierung ausgestattet. Das macht es widerstandsfähiger. Hier können auch Lederfette und -öle bei der Pflege (sparsam) zum Einsatz kommen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Art Leder vor Ihnen liegt, machen Sie den einfachen Test mit einem Tropfen Wasser. Wenn der nicht sofort einzieht, nachdem Sie ihn auf das Leder gegeben haben, handelt es sich um ein versiegeltes Material, d.h. die Oberfläche wurde wie gehabt mit Farbe oder Wachs verschlossen.

Tipp 2 – Rauleder und seine speziellen Anforderungen

Als Rauleder werden alle Lederarten mit einer Velours-Oberfläche, also geschliffene Leder, bezeichnet. Rauleder zeichnet sich durch seine raue und samtige Oberfläche aus. Varianten sind etwa Velours-, Wild- oder Nubukleder.Verglichen mit Glattleder sind sie allerdings weniger widerstandsfähig und für Schmutz besonders anfällig. Rauleder sollte daher nach dem Kauf vorsichtig imprägniert werden. Wenn Rauleder doch einmal mit Flüssigkeiten in Berührung kommt, am Besten vorsichtig mit einem saugfähigen Material abtupfen. Daran reiben dürfen Sie auf keinen Fall, denn so dringt der Fleck lediglich tiefer ins Leder ein. Auch Wasser sollten Sie bei der Reinigung auf keinen Fall einsetzen. Am Besten bürsten sie getrocknete Verschmutzungen mit einer Raulederbürste aus, was auch die alte Struktur des Leders wieder herstellt – besonders bei losem, trockenen Schmutz. Bei der Pflege von Rauleder ist generell eine Spezialbürste Ihr bester Freund. Bei leichtem Schmutz können auch Nubukradierer aus dem Fachhandel kleinere Flecken beseitigen. Für stark verschmutztes Wildleder eignet sich am Besten eine Spezialbürste mit Messingborsten. Ansonsten einfach regelmäßig imprägnieren und bei der Anwendung des Sprays die Hersteller-Anweisungen genau beachten.

Tipp 3 – Fleckentfernung: gewusst wie

Leder ist als atmendes Naturmaterial ein Sonderfall bei der Reinigung. Eine Garantie, dass jede Reinigung von Erfolg gekrönt ist und dem Leder nicht schadet, gibt es nicht. Sie sollten immer erst an einer verdeckten Stelle testen, ob Sie die Situation mit der gewählten Reinigungsmethode nicht „verschlimmbessern“.

Nach dieser Mahnung zur Vorsicht geht es jetzt ans Eingemachte – so können Sie besonders hartnäckige Flecken auf Leder behandeln:

Kleber, Kaugummi oder Kerzenwachs: Eis- oder Kältespray auf den Fleck sprühen, danach vorsichtig mit einem Messerrücken lösen.

Flüssigkeiten: Am Besten umgehend mit Küchenrolle aufsaugen. Tropfte die Flüssigkeit auf saugfähiges Leder, dann sofort ein Papiertaschentuch auf den Fleck drücken. Dass verhindert, dass die Flüssigkeit ins Leder eindringt.

Wasserflecken: Sollten nach dem Trocknen weiße Ränder sichtbar sein, oder sich die Farbe insgesamt verändern, dann sprühen Sie die komplette Fläche mit Wasser ein und lassen Sie danach alles trocknen.

• Tee, Saft oder Kaffee: Flecken mit einem weißen, mit Essig angefeuchteten Tuch abtupfen. Bei Glattleder können Sie mit dem Tuch reiben, bei Rauleder bitte nur tupfen.

Fettflecken: Backpulver draufstreuen und eine Stunde einwirken lassen. Danach einige Tropfen Wasser draufgeben. Warten Sie, bis das Pulver wieder trocken ist, bevor Sie es ganz vorsichtig ausbürsten.

Verschüttetes Bier: Von Glattleder lässt es sich ganz einfach abwischen. Rubbeln sollten Sie nicht, da sonst glänzende Stellen zurückbleiben. Bleibt einmal etwas zurück, können Sie die Flecken auch mit einem Reinigungsschaum oder -gummi für Glattleder behandeln.

Tipp 4 – Vorsicht bei Hausmitteln

Manchmal hört man auch von alternativen Lederpflegemitteln – von Nivea-Milch über Vollmilch bis hin zu Oliven- und Rizinusöl kann alles mögliche vorgeschlagen werden. Heutigen Ledern nutzen aber diese Geheimrezepte nicht viel.Frühere, pflanzlich gegerbte Leder waren sehr dick und robust, besonders wenn man sie für Sättel und Schuhe verwendete. Man konnte sie mit nahezu allem fetten – der Gedanke der Imprägnierung stand im Vordergrund. Bevor sich negative Folgen des Geheimtipps zeigen konnten, war meist die Lebensdauer des Leders beim harten Einsatz als Zaumzeug etc. schon beendet. Heutige Leder werden ganz anders gegerbt, sind weicher und dünner. Daher benötigen sie eine speziell abgestimmte Pflege. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten. Denn die schädliche Wirkung von Flüssigkeiten und anderen Fetten, die im Leder ranzig werden können, sollten Sie auf keinen Fall unterschätzen.

Tipp 5 – Lederspezialreinigung und Beratung vom Walbusch-Service

Im Zweifel bedenken Sie: Wenn Ihnen wirklich ein Malheur mit einem Lederartikel passiert, ist Lederspezialreinigung vom Fachbetrieb eine sichere Bank. Nicht umsonst empfehlen wir sie für fast alle unsere Lederprodukte. Lassen Sie sich im Zweifel vom Walbusch-Service beraten, welche Lederpflege und oder Reinigung für Ihr Walbusch-Produkt die richtige ist!

::