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Der überaus nützliche Lein oder: gewebtes Mondlicht

Das Material für den Sommer: Leinen. Aber wieso eigentlich? Welche Eigenschaften machen Leinen so außergewöhnlich luftig, griffig und angenehm auf der Haut? Wo kommt Leinen her? Und seit wann kennen wir Leinen?
Landschaftsaufnahme blühender Flachs, lila Flachsfeld

Bildquelle: iStock 1128316719

Lein, auch Flachs genannt, ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. "Gewebtes Mondlicht" nannten es die Ägypter schon vor mehr als 5000 Jahren wegen seiner eigentümlichen Schönheit. Weniger poetisch, dafür umso treffender ist die lateinische Bezeichnung: "linum usitatissimum" – der überaus nützliche Lein.

Ins Blaue fahren

Himmelblau blüht die einjährige Flachspflanze, aus der Leinen gewonnen wird. Anno dazumal hieß daher: „Ins Blaue fahren“ zu den blauen Flachsfeldern fahren. Die Fahrt ins Blaue kann man heute noch erleben, von Juni bis August, wenn der Flachs, auch Lein genannt, blüht. Und zwar bei uns um die Ecke: in den Küstenbereichen von Belgien, Niederlande, Nordfrankreich und in Teilen Norddeutschlands liegen große Anbaugebiete, wo die weltweit besten Flachsfasern gewonnen werden. Dabei lässt sich die Geschichte von Leinen weit zurückverfolgen.

Schon die alten Ägypter…

Leinen , die älteste aller Faserpflanzen für die Herstellung von Textilien, blickt tatsächlich auf eine jahrtausendealte Kultur zurück. Schon 5000 v. Chr. wurde der Flachs von den Ägyptern, Babyloniern, Phöniziern und anderen Kulturvölkern systematisch angebaut und zu Leinen verarbeitet. In Ägypten war das weiße Linnen Symbol für Licht und göttliche Reinheit; die Pharaonen wurden vor ihrer Mumifizierung in Leinentücher gehüllt. Auch die Römer lieferten exakte Beschreibungen über die Herstellung von Leinen, die sich übrigens im Prinzip von den heutigen industriellen Methoden kaum unterscheiden.

Leinen, der Super-Sommer-Stoff

  • Hohe Wärme-Isolation: Garne und Gewebe aus glatten Leinenfasern haben kaum Lufteinschlüsse. Dadurch fühlen sich Leinenstoffe frisch und kühl an – ideal für den Sommer.
  • Gute Feuchtigkeits-Aufnahme: Leinen ist extrem saugfähig, nimmt Feuchtigkeit schnell auf und gibt sie ebenso schnell wieder ab. Das unterstützt die natürliche Klimaregulierung des Körpers bei heißem Klima.
  • Frisch auf der Haut: Leinen ist geruchsabweisend, die glatte Oberfläche macht Leinenfasern schmutzunempfindlich und flusenfrei.
  • Unverwechselbare Optik: Leinen überzeugt durch den matten Glanz und die typische, etwas ungleichmäßige Gewebestruktur.
  • Leinen hält was aus: Die Zugfestigkeit und elastische Stabilität bewirken die überragende Haltbarkeit jedes Leinenprodukts: Leinen wird alt.
  • Leinen knittert edel: Die natürliche Knitteranfälligkeit ist ein typisches Merkmal reinleinener Bekleidungsstücke und Ausdruck für gewollte Lässigkeit und legere Eleganz. Wenn’s nicht ganz so knittern soll, hilft die Beimischung anderer Fasern, wie z. B. Baumwolle.

Leinen-Renaissance

Ein neu erwachter Sinn für die ökologischen Folgen von Anbau und Verarbeitung hat zu einer Wiederentdeckung der Vorzüge von Leinen geführt. Flachs gedeiht auf mageren Böden in Westeuropa und ist so robust, dass er nahezu ohne Düngergaben oder Herbizide auskommt. Und selbst die Lösung der Faser aus dem Stengel erfordert keinerlei chemische Mittel. Also auch im Sinne der Nachhaltigkeit ein empfehlenswertes Material.

Fun-Facts:

Die etruskische Stadt Tarquinii lieferte 500 v.Chr. sturmfeste Leinwand für die Segel der römischen Flotte. Besonders dicht verwobenes Leinen, das in Leinöl getränkt wurde und durch Luftoxydation erhärtete, wurde von den Etruriern als Panzerkleidung verwendet. Nach demselben Verfahren wurden sogar Gefäße als Ersatz für Glas hergestellt!

Faserlein wird auch zu Formgussteilen gepresst, als Dämmstoff verwendet, ist Teil von Bremsbelägen ebenso wie alternative Einstreu im Pferdestall, dient zur Papierherstellung und steckt sogar in Geldscheinen.

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