Handgeschneidertes von der Savile Row

    Das Straßenviertel rund um die Savile Row in London hat sich der traditionellen Maßschneiderei verschrieben. Bislang eine Männerdomäne – sowohl was die Kundschaft, als auch was die Ateliers betrifft. Zunehmend wird das Handwerk jedoch auch von Frauen geprägt und nachgefragt.

    „Auf Maß und von Hand“ lautet seit Generationen das Motto der Herrenschneider von der Savile Row. Ein Straßenname, der für Tradition und Qualität steht. Seit über 170 Jahren – 1846 soll Henry Poole den ersten Smoking als „Bespoke Tailor“ kreiert haben – lassen sich dort nicht nur britische Adelige und Politiker einen Anzug auf den Leib schneidern, auch internationale Berühmtheiten reisen aus diesem Grund gerne nach London.

    In alter Manier wird auch heute noch beraten, vermessen, geschneidert, genäht und anprobiert, bis alles passt und sitzt. Traditionell waren in den Ateliers stets Männer für den Zuschnitt der edlen Stoffe verantwortlich, Frauen arbeiteten im Hintergrund, vor allem als Näherinnen. Doch die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte sind an den ansässigen Schneidern nicht spurlos vorübergangenen – die Herren sind nicht mehr unter sich.
    Das überrascht eigentlich nicht, immerhin geht schon der Straßenname auf eine Dame zurück. Die heutige Savile Row lag ursprünglich auf dem Landgut des adeligen Richard Boyle. Zwischen 1731 und 1735 wurde die Straße erbaut und nach seiner Frau, Lady Dorothy Savile, benannt.

    Hemdbluse Spitzeneinsatz

    Frauen mit Begeisterung für's Handwerk

    Dass Schneiderkunst heute kein reines Männergeschäft mehr ist, beweisen diese Frauen:

    2009 wurde mit Kathryn Sargent die erste Frau in der Savile Row zum Head Cutter – also zum Atelierchef – ernannt. In der Hierarchie steht dieser nach wie vor ganz oben und ist für die Kundenberatung und das Maßnehmen verantwortlich. Zunächst bei Gieves & Hawkes, inzwischen im eigenen Atelier, entwirft sie Damen- wie Herrenbekleidung. Nach Sargent folgten nach und nach weitere weibliche Head Cutter.

    Auch der Herrenausstatter Anderson & Sheppard wird seit einigen Jahren von einer Frau geführt. Vizepräsidentin Anda Rowland übernahm die Geschäfte ihres Vaters und modernisierte diese von Grund auf.

    Und an weiblichem Nachwuchs mangelt es ebenfalls nicht: Immer mehr junge Frauen bewerben sich um Ausbildungsplätze bei bekannten Traditionshäusern oder machen sich, wie beispielsweise Phoebe Gormley, gleich mit einer eigenen Damen-Modelinie in der Nähe der berühmten Straße selbstständig.

    Inspiriert von so vielen Frauen, die den bekannten Brit-Look heute mitgestalten, haben wir für Sie feminine Outfits nach dem Vorbild englischer Mode entworfen: Hosen mit britischem Flair, detailverliebte Blusen und puristische Jacken.

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