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    Probier's mal mit Gemütlichkeit

    Morgenrock, Bademantel oder Freizeitanzug – zwischen den Kleidungsstücken liegen nicht nur Jahrhunderte, sondern auch Welten.

    Der Morgenrock - auch Robe de Chambre (Frankreich), Kimono (Japan) oder Banyan (Persien) genannt – hat seinen Ursprung im 18. Jahrhundert. Aus edlen Stoffen wie Brokat, Samt oder Seide gefertigt und mit aufwendigen Stickereien verziert, umhüllte er seine, meist männlichen, Träger mit purem Luxus. Der „Hausmantel“ war Adligen vorbehalten und es war selbstverständlich, dass sie ihre Gäste in dem edlen Zwirn empfingen.
    Wie es dazu kam? Zur damaligen Zeit verbrachten die Hausherren den Morgen damit, Zeitung zu lesen, Post zu sortieren, Briefe zu schreiben. Klassische Büroarbeit eben. Dabei wurden sie häufig von spontanen Besuchen neu zugezogener Stadtbewohner unterbrochen, die sich dem edlen Herrn vorstellen wollten. Und dass dieser nicht in steifem Anzug und Gamaschen auf den unangemeldeten Gast wartete, verstand sich von selbst.


    Der Diderot-Effekt

    Der Morgenrock war für Denis Diderot weit mehr als ein Kleidungsstück. Der französische Philosoph (1713-1794) widmete ihm ein Essay mit dem Titel „Gründe, meinem alten Hausrock nachzutrauern“. Diderot bekam eines Tages von einer Gönnerin einen seidenen, scharlachroten Hausmantel geschenkt. Seinen alten, verschlissenen, mit Tintenflecken verschmutzten warf er weg. Erst in dem edlen Kleidungsstück erkannte Diderot, wie verlottert seine Wohnung war und wie viel „Plunder“ sich angesammelt hatte. Vorher passte doch alles gut zusammen, dachte er. Und nun hatte er auf einmal das Gefühl, dass er seine Wohnung komplett umkrempeln und neue Möbel kaufen müsste. Diderot dachte über die unerwünschten Folgen von Reichtum nach und schrieb: „Die Armut hat ihre Freiheiten, der Luxus seine Zwänge.“

    Die Überlegungen des Philosophen wirken im Übrigen noch heute nach. Der „Diderot Effekt“ beschreibt in der Konsumforschung folgendes Phänomen: Der Kauf eines Gegenstands ist meist Auslöser für weitere Käufe, um ein Gesamtbild herzustellen. Kauft man beispielsweise ein T-Shirt, möchte man eine passende Hose dazu und Schuhe, die den Look perfekt machen (ein Wunsch, den Sie sich hier im Online-Shop schnell erfüllen können).

    Im Pyjama einkaufen

    Wie viele Symbole der Macht, verschwand der adlige Morgenrock allmählich und an seine Stelle trat der Bademantel – der nicht mehr Luxus und Reichtum repräsentierte, sondern wärmte. Und wer heutzutage in einem kuscheligen Exemplar aus Frottee seine Gäste begrüßt, bricht so manche Stil- und Benimmregel.
    Trotzdem: In den Metropolen sieht man Frauen, die einen farbenprächtigen Kimono über der Jeans tragen oder Männer, die in T-Shirt, Pyjamahose und spanischen Espadrilles über den Markt schlendern. „Pyjama Dressing“ heißt der Modetrend, der Schlafanzüge derzeit auf die Straße bringt – und vielleicht sogar dem altehrwürdigen Morgenrock zu einem Revival verhilft.

    Wer es modisch zurückhaltender mag, im Alltag aber auf Gemütlichkeit nicht verzichten möchte, hat bei Walbusch die Wahl zwischen zeitlos-schönen Freizeitoutfits und modischer Loungewear.

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