Woll-Wiki #1

In unserem Lexikon erfahren Sie Wissenswertes über verschiedene Wollarten – von pflanzlichen Fasern wie Baumwolle bis zum tierischen Edelzwirn des Yak-Rindes. Im ersten Teil stellen wir Ihnen Baumwolle, Merino- und Schurwolle sowie Cashmere vor; im zweiten Teil erfahren Sie mehr über Mohair-, Angora- und Yak-Wolle.

Pflegeleicht und langlebig: Baumwolle
Seit mehr als 6.000 Jahren stellen Menschen Kleidungsstücke aus Baumwolle her. Araber brachten die Baumwolle nach Europa; im 17. Jahrhundert verdrängte die Naturfaser zunehmend Leinen und Wolle. Zum Ärger der Kaufleute in Deutschland.  Sie sahen durch die steigende Nachfrage ihr Geschäft in Gefahr. Deshalb wurde ein Gesetz erlassen, dass das Tragen von Baumwollkleidung verbot. Die Erfindung der Spinnmaschine jedoch, die aus den Wattebausch-ähnlichen Samen Fäden herstellte, trug zum weltweiten Erfolg der pflanzlichen Faser bei. Heute wird Baumwolle in mehr als 80 Ländern angebaut. Weil sie hautfreundlich, pflegeleicht und langlebig ist, zählt sie zum Lieblingsgarn der Modeindustrie.

Klassisch und vielseitig: Schurwolle
Schurwolle darf nur als solche bezeichnet werden, wenn sie vom lebenden Schaf gewonnen wird. Aus der klassischen Schurwolle lassen sich nicht nur Pullover, sondern auch Decken oder Teppiche herstellen. Denn sie ist vergleichsweise grob und robust. Was auch der Grund dafür ist, dass ein Pullover aus 100 Prozent Schurwolle als kratzig empfunden werden kann. Deshalb mischen wir unseren Schurwollartikeln direkt weichere Materialien bei.

Wirkt gegen Kälte und Hitze: Merinowolle
Eine besonders feine und weiche Wolle erhält man vom Merinoschaf. Sein Fell ist dicht und stark gekräuselt. Durch die wellenartige Struktur der Fasern liegt ein Pullover nicht nur lockerer auf der Haut; es entstehen dadurch auch Luftkammern. Auf diese Weise speichert Merinowolle Körperwärme und wirkt gegen Kälte oder Hitze isolierend.

Luxuriös und einzigartig: Cashmere
Sie ist die „Faser der Könige“: Cashmere. Die sehr weiche Wolle wird von gleichnamigen Ziegen gewonnen. Ursprünglich stammt die Tierrasse aus der Region Kashmir, die im Himalaya liegt. Mittlerweile werden die Ziegen unter anderem in China, Neuseeland, Iran oder Schottland gezüchtet. Das Garn wird nicht etwa dadurch gewonnen, dass die Ziege geschoren wird – die Flaumhaare werden aus dem Unterfell herausgekämmt. Der Prozess ist sehr aufwendig und der Ertrag nicht besonders groß. Deshalb zählt Cashmere auch zu den teuersten Wollgarnen.

1) Optisch wirkt die Baumwolle bei dieser Strickjacke wie Wolle, besitzt aber die hautverträglichen Trageeigenschaften reiner Baumwolle und wärmt auch bei kälteren Temperaturen.
2) Die sportlich-elegante Reverskragenjacke ist aus einem weichem Woll-Materialmix.
3) Merino gemischt mit Seide macht diesen Pullover zu einem besonders edlen und zeitlosen Kleidungsstück.

4) Die Strickjacke aus 100 Prozent Cashmere ist aus der traditionsreichen britischen Strickschmiede Alan Paine, die seit 1907 hochwertige englische Strickwaren herstellt.

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