Das kleine Rock-ABC #1

    Es gibt ihn in Mini, Midi und Maxi; ausgestellt, eng anliegend oder fließend; klassisch, sportlich oder extravagant; aus Wolle, Stretch oder Jeansstoff. Der Rock ist nicht nur ein äußerst vielseitig tragbares Kleidungsstück – er ist auch für jeden Frauentyp und jede Figur geschaffen. Schade nur, dass er heute offensichtlich nicht mehr die erste Wahl ist. Laut einer Studie des Allensbach-Instituts griff in den 1980er Jahren noch nahezu jede zweite Frau in Deutschland zum Rock, 2010 war es nur noch jede Fünfte.

    Frau steht auf einer grünen Wiese, im Hintergrund eine Hauswand aus Stein. Sie trägt einen cremefarbenen Rollkragen-Pullover und einen karierten Rock.
    Karorock Black & White


    Warum der Rock auf dem Rückzug war – oder ist – darüber lässt sich spekulieren. Einige Modeexperten vermuten, dass das Kleidungsstück im Vergleich zur Hose als unpraktisch empfunden wird. Weil Frauen es als komplizierter und zeitaufwendiger empfinden, zum Rock auch noch Strumpfhose und Schuhe auszusuchen und das komplette Styling schicker zu gestalten.

    Wir finden, dass Röcke nicht nur bequem und feminin sind, sondern zum Standard der weiblichen Garderobe gehören. Deshalb möchten wir Sie motivieren, häufiger mal zum Rock als zur Hose zu greifen. Unser kleines Rock-Alphabet gibt Ihnen Stylingtipps und hilft Ihnen bei der Kombination Ihres Outfits.

    A wie A-Linie.

    Leicht ausgestellt, wie die dreieckige Form des Buchstabens „A“, kann ihn jede Frau tragen. Die A-Linie betont die Taille und ist ideal für Frauen, die etwas kräftigere Waden haben. Kombiniert mit einer eng anliegenden Bluse oder einem taillierten Blazer wirkt er schön feminin. Bei der Wahl der Schuhe gilt für alle Rockvarianten: Wenn Sie zu einem Rock flache Schuhe tragen, verkürzt das optisch betrachtet Ihre Beine und die Figur wirkt kompakter. Schuhe mit Absatz strecken die Beine und der Gesamteindruck erscheint dadurch schlanker.

    Grauer A-Linienrock mit Karomuster.
    Wollrock Soft Karo
    Anschnitt einer Frau zeigt einen grauen Karorock und beige Pumps. In der Hand hält die frau eine kleine Tasche.

    B wie Bleistiftrock.

    Auch dieses knielange Modell betont die Taille. Und der figurnahe, enge Schnitt des Bleistiftrocks bildet eine wunderschöne Silhouette. Die Serie „Mad Man“, die das Leben und Arbeiten in einer amerikanischen Werbeagentur beschreibt, hat dem femininen Rock zum Revival verholfen. Darin trägt Joan Holloway, gespielt von der aparten Christina Hendricks, den Bleistiftrock unübersehbar stilvoll. Und macht klar, dass der Bleistiftrock für Frauen mit weiblichen Rundungen gemacht ist. Weil er den Blick auf die Beine zieht, passen Pumps perfekt zu ihm. Große Frauen können auch flache Schuhe wie Ballerinas zum Bleistiftrock tragen. Und wer den klassischen Stil gekonnt unterbrechen möchte, der schlüpft einfach in Sneaker.

    C wie Cargorock.

    Markant für dieses sportliche Modell sind die aufgesetzten Taschen. Der Cargorock ist wie der Jeansrock eher klassisch geschnitten und häufig aus einem strapazierfähigen Stoff. Weil Cargo- und Jeansrock gemütliche Allrounder sind, passen T-Shirt, sportliche Bluse und Turnschuhe perfekt zu ihnen. Und wer’s rebellischer mag, trägt zum Jeansrock dicke Boots. Generell gilt: Gerade geschnittene Röcke, deren Saum oberhalb des Knies endet, lassen Waden schmaler wirken.

    H wie Hosenrock.

    Die Variante, auch Culotte genannt, ist ein Allroundtalent. In ihm vereint sich die Bequemlichkeit der Hose und die Weiblichkeit des Rocks. Zur weiten Culotte passt ein kurzes, auch eng anliegendes Oberteil. Das betont die Taille. Aber auch eine längere Bluse, die von einem Gürtel gehalten wird, ist eine Styling-Möglichkeit. Der Kniff für kleinere Frauen: Schuhe mit Absatz tragen – Pumps oder Stiefeletten – und einen Hosenrock mit Bügelfalte wählen: Beides streckt die Beine optisch.

    Blonde Frau mit weiß-rot gestreiftem Polo und blauem Hosenrock lehnt an einer Tür.
    Dunkelblauer Hosenrock
    Leinen-Hosenrock

    M wie Minirock.

    In dem Bestseller „How to be a Parisien“ schreiben die französischen Modeexpertinnen, wie der Minirock am besten zu tragen ist: „Ein einfaches T-Shirt oder eine gemusterte Bluse sind erlaubt (...), flache Absätze, superdezentes Make-Up.“ Beim Minirock endet der Saum weit über dem Knie. Er steht kleineren wie großen Frauen: Denn je kürzer der Rock, desto länger die Beine. Wer meint, dass seine Beine nicht formschön genug für einen Minirock sind, der kann ihn mit Leggins oder einer Strumpfhose tragen. Bei der Wahl der Strumpfhose ist es wichtig, dass sie farblich zum Hauttyp, Rock und Schuhen passt. Denn je weniger farbliche Unterbrechungen entstehen, desto ruhiger und einheitlicher wirkt das Gesamtbild. Mit dem Effekt, dass die Beine optisch länger wirken.

    M wie Maxirock.

    Der Maxirock ist gemacht für große Frauen. Mit flachen Ballerinas oder Sneakern sieht er feminin oder sportlich aus. Besonders wirkungsvoll ist der knöchellange Rock mit einem engen Oberteil.

    Im zweiten Teil unseres Rock-Alphabets lesen Sie mehr über:

    P wie Pliséerock.

    S wie Strickrock.

    T wie Tulpenrock.

    W wie Wickelrock.

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