Eigentlich unmöglich. Aber extraglatt.

Unmöglich? Das Wort kannte Marits Cornelis Escher vielleicht gar nicht. Der 1898 geborene niederländische Künstler und Grafiker wurde nämlich mit Werken bekannt, die zeigen, was eigentlich gar nicht möglich war. Roboterhafte Wesen, die im Kreis anscheinend immer nur treppauf laufen. Wasser, das einen Wasserfall herabstürzt, abwärts weiterfließt und doch wieder beim Wasserfall herauskommt.

1. Pinterest Quelle: mathe.tu-freiberg.de 2. Extraglatt-Hemd M.C. Escher

Erscheint anders als es ist Genauso paradox erscheint unser Extraglatt-Hemd M.C. Escher, an dem der Künstler bestimmt seine Freude gehabt hätte. Zu 100% aus Baumwolle ist das Herren-Hemd nicht nur waschmaschinenfest und bügelfrei, sein Design erscheint auch anders als es in Wirklichkeit ist. Der Grund: Das Karo ist in einer ganz besonderen Technik gewebt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Karomustern ist es nicht durchgängig kariert, sondern versetzt gearbeitet.

Erfolg 1954 Der Namensgeber des Hemdes, M.C. Escher, hatte bereits in den 1920er Jahren einige Ausstellungen in den Niederlanden und der Schweiz – einem größeren Publikum wurde er in Europa aber erst bekannt, als ihm das Stedelijk Museum in Amsterdam 1954 eine Einzelausstellung widmete. Anlass war ein Mathematiker-Treffen.

Warum Zahlenliebhaber besonders von Eschers Bildern fasziniert waren, erklärte 25 Jahre später Douglas R. Hofstadter in seinem Buch mit dem Titel „Gödel, Escher, Bach“. In dem internationalen Bestseller, der 1985 auch auf Deutsch erschien und fünf Monate Platz 1 der Verkaufscharts belegte, wird die Verbindung von Eschers Arbeiten mit der Mathematik und der Musik erläutert.

Eintauchen in Eschers Welt Wer es weniger theoretisch mag, dem empfehlen wir einen Ausflug nach Den Haag. Seit 2002 wird das grafische Werk des Künstlers, der 1955 die Ritterwürde des Oranje-Nassau Ordens verliehen bekam, im ehemaligen Palais der niederländischen Königin Emma gezeigt. Dienstag bis Sonntag taucht man im „Escher in het Palais“ in der Lange Voorhout 74 von 11 bis 17 Uhr in die rätselhaften Welten des M.C. Eschers ein und erfährt dank vieler privater Fotos und Erinnerungsstücke auch viel über den Menschen Escher. Übrigens ein guter Anlass, das Extraglatt-Hemd einmal in einem würdigen Rahmen auszuführen und zu erleben, wie es sich in der Ausstellung macht.

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