Woll-Wiki #2

    Im zweiten Teil unseres Lexikons erfahren Sie mehr über Mohair-, Alpaka- und Yak-Wolle; in unserem ersten Teil haben wir Ihnen Wissenswertes über Baumwolle, Merino- und Schurwolle sowie Cashmere vorgestellt.

    Kuschelweich und ultrafein: Mohairwolle
    Sie gehört zu den hochwertigsten Naturfasern: Die Mohairwolle, die von der Angoraziege stammt – nicht zu verwechseln mit dem Angorakaninchen, aus dessen Fell die gleichnamige Wolle hergestellt wird. Die besondere Weichheit von Mohair lässt sich auf die feinen Haare der Ziegenart zurückführen. Dabei gilt: Je jünger das Tier ist, umso feiner und weicher ist die Wolle. Experten unterscheiden dabei drei Feinheitsgrade: „Kid“ nennen sie die feinen Haare, die von rund sechs Monate alten Jungtieren stammt; „Young goat“ stammt von Ziegen, die noch nicht ausgewachsen sind; und als „Adult“ wird die festere, dickere Wolle von älteren Tieren bezeichnet. Mohairwolle hat ähnliche Eigenschaften wie Merinowolle: Sie absobiert Feuchtigkeit und wirkt im Sommer kühlend, im Winter wärmend.

    Das Vlies der Götter: Alpakawolle
    Das Alpaka ist eine Kamelart, die in den südamerikanischen Anden lebt. Seine Wolle, die auch als Vlies der Götter bezeichnet wird, ist sehr fein, weich und hochwertig. Experten vergleichen die Naturfaser deshalb auch mit Cashmere.Bei den Inka galt ein Alpaka-Mantel als Zeichen von Wohlstand. Das indigene Volk züchtete große Herden und nutzte nicht nur das Fell, sondern auch das Fleisch des Tieres. Im 16. Jahrhundert eroberten die Spanier Peru und brachten Schafe ins Land. Die Besonderheit der Alpakas blieb ihnen verborgen – sodass die Kamelart zwischenzeitlich fast ausgestorben wäre. Heute leben gut drei Millionen Alpakas in Peru, Bolivien und Chile.
    Alpakawolle hat einen ganz besonderen, seidenen Glanz. Außerdem bildet die Naturfaser auch bei häufigem Tragen keine Wollknötchen, so genanntes Pilling. Ein Alpaka-Pullover sieht also auch nach Jahren wunderschön aus.

    Extrem hautfreundlich: Yak-Wolle
    Das Yak-Rind lebt im Himalaya, der Mongolei und in Süd-Sibirien. In diesen Regionen muss sich das Tier auf extreme, sehr kalte Witterungsbedingungen einstellen. Deshalb besteht, im Unterschied zu anderen Rindern, das Fell des Yaks aus mehreren Schichten: Für edle Pullover, Stolas oder Schals wird die unterste Schicht genutzt, aus der gröberen Übergangswolle und dem festen Deckhaar werden unter anderem warme Decken hergestellt. Nur 300 bis 500 Gramm der edlen Wolle kommen pro Tier und Jahr zusammen.
    Wenn Sie mehr über das Yak-Rind erfahren möchten, lesen Sie unserem Artikel „Klimamanagement auf vier Beinen“.

    Damen Jacquard-Pullover Seidenstrasse
    Alpaka-Pullover Farbspektrum
    Himalaya-Hemd

    1)  Das Viskose-Garn des Pullovers erhält durch Mohair den wunderbaren Flausch. Die Wolle der Angoraziege macht den Pullover außerdem schön leicht und gleichzeitig warm.
    2) Das Garn des Pullovers aus peruanischer Alpakawolle ist handgefärbt. Die 25 Farben sind harmonisch aufeinander abgestimmt und machen jedes Modell zu einem Unikat.
    3) Das Hemd „Himalaya“ ist perfekt für den Mann, der sein Hemd auch im Winter am liebsten solo trägt. Yak-Wolle kombiniert mit feiner Baumwolle hält ihn zuverlässig warm.

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