Ihr Warenkorb
enthält 0 Artikel

    Wasser des Lebens

    Torf, Rauch, Kork, Pfeffer – überraschend, welche Aromen der Experte alle herausschmecken kann. Bei uns Laien beschränkt sich die Wahrnehmung (noch) auf mild, herb oder „es brennt“. Wir befinden uns in einer schummrigen Bar in Düsseldorf bei einem Whisky-Tasting. Bei der Schreibweise ohne „e“ weiß der Kenner, dass hier schottische Spirituosen verköstigt werden. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Destillat noch in allen produzierenden Ländern „Whisky“ geschrieben. Dann begannen einige Brennereien in Dublin ihre Produkte „Whiskey“ zu nennen, um sich damit von der schottischen Konkurrenz zu unterscheiden. Aktuell wird schottischer Whisky, auch Scotch genannt, in über 100 Destillerien hergestellt mit klangvollen Namen wie Lagavulin, Macallan oder Highland Park. Je nach Region und Brennerei variieren auch Qualität und die unterschiedlichen Aromen des Destillats.

    Wer hat´s erfunden? Mr. Campbell, der Leiter des Tastings, erklärt uns, dass Schotten und Iren darüber streiten, wer den Whisky erfunden hat. Die älteste lizenzierte Whiskey-Brennerei der Welt, Bushmills aus dem Jahre 1608, liegt zwar in Irland. Doch schon im 15. Jahrhundert wurden sowohl in Schottland als auch in Irland Whiskys gebrannt. Verwunderlich ist das nicht. Denn so wunderschön sich das grüne Schottland den Touristen heute präsentiert, so hart war früher das tägliche Leben hier. Zu kalt, zu nass und zu windig waren die Kräfte der Natur, um den Einwohnern ein normales Leben zu erlauben. Der Whisky galt den Menschen als Trostspender. Passenderweise bedeutet das Wort im Schottisch-Gälischen „Wasser des Lebens“. Noch heute ist Whisky nicht einfach nur Schnaps, Whisky ist eine Philosophie: Getreideart, Jahrgang, Farbe – viele Komponenten spielen bei der Qualität des edlen Tropfens eine Rolle und machen jede Abfüllung zu einem individuellen Geschmackserlebnis. Wer diese Vielfalt herausschmecken will, der braucht Erfahrung  – und vor allem Zeit. Die nehmen wir uns beim Whisky-Tasting. Riechen, schmecken, fühlen: Wir schulen die Wahrnehmung und unsere Sinne werden immer sensibler. Beim letzten Whisky sind wir schließlich sicher, die torfige Note tatsächlich zu schmecken.

    Schottische Exportschlager Tasting-Leiter Mr. Campbell ist übrigens waschechter Schotte – mit sympathischem Akzent und passendem Outfit. Er trägt Tweed-Sakko, darunter ein Hemd mit typischen Schottenkaros und Cordhose. In den vergangenen drei Stunden hat er es so nicht nur geschafft, uns seine Lieblingsdrinks näherzubringen, sondern auch das schottische Lebensgefühl. Am Ende des Tages sind sich alle Teilnehmer einig: Der nächste Urlaub wird eine Whiskytour durch die Highlands.

    Diese Beiträge könnten dich auch noch interessieren

    Maskenpflicht: Stilsicher Rücksicht nehmen

    by Walbusch

    „Wo ist nur meine Maske hin?“ Sicher haben auch Sie diesen Satz in letzter Zeit schon öfter gehört. Kaum ein modisches „Accessoire“ hat in der jüngeren Vergangenheit eine so steile Karriere hingelegt wie die Mund- und Nasenmaske. Zunächst im medizinischen Sektor beheimatet, schaffte sie es um die Jahrtausendwende im asiatischen Kulturraum während der saisonalen Grippewellen in die Streetfashion.

    Draußen genießen

    by Walbusch
    Pärchen im Garten mit Picknickkorb

    Suchen Sie sich ein schönes Plätzchen im Grünen: am 18. Juni ist internationaler Picknick-Tag!

    Liebling der Redaktion: Die 10-Taschen Weste

    by Walbusch
    zwei männer an strandbar_hemd und weste

    In unserer Serie „Liebling der Redaktion“ stellen wir Ihnen kurz und knackig jeweils einen unserer Artikel vor, der eine besondere Eigenschaft besitzt. Unser Favorit heute: die 10-Taschen-Weste.

    Fünf Fakten über Sneaker

    by Walbusch

    Wissen Sie, wie der Sneaker zu seinem Namen kam? Oder wer die größte Kollektion besitzt? Wir haben fünf spannende Fakten über den bequemsten Freizeitschuh der Welt für Sie zusammengestellt.

    Hätten Sie´s gewusst?

    by Walbusch

    Was hätte Kaiser Wilhelm dazu gesagt? Ob er wohl mit Hunderten in der ersten Reihe vor Kaufhaustüren gestanden hätte? Fieberte er dieser Zeit entgegen? Eins wissen wir bestimmt: Mit dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vom 7. Juni 1909 legte er den Grundstein für das, was heutzutage schlicht Sale heißt: den Schlussverkauf.

    Helden unter uns

    by Walbusch

    Mit der Frage »Wer ist Ihr Alltagsheld?« haben wir dazu aufgerufen, uns von Ihrem persönlichen Held oder Ihrer Heldin zu erzählen. Denn insbesondere in der aktuellen Zeit der Corona-Pandemie sind viele Menschen auf Hilfe aus ihrem Umfeld angewiesen. Uns haben zahlreiche liebenswerte Geschichten erreicht, an einem kleinen Teil davon möchten wir Sie teilhaben lassen.

    Trendsport: Stand-Up Paddling

    by Walbusch
    Menschen_Sonnenuntergang_stand-up-paddling

    Stand-Up Paddling (SUP) ist ein toller Sport – und zwar für Menschen jeden Alters. Das glauben Sie nicht? Dann lesen Sie, wie unsere Walbusch-Redakteurin Anna Fischer ihren Stand-Up-Paddling-Kurs erlebt hat.


    :