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    Sprichwörtlich #3

    In unserer Serie „Sprichwörtlich“ lösen wir Redensarten aus der Modewelt auf. Was steckt beispielsweise hinter „blaumachen“? Finden Sie’s heraus!

    „blaumachen“ ...

    Bis ins 16. Jahrhundert wurden Wolle und Leinen mit zwei Methoden gefärbt: in der „schwarzen Tonne“ wurde der Stoff schwarz, in der so genannten „Waidküpe“ blau eingetaucht. Aus den Blätter der Waidpflanze wurde in Deutschland der berühmte Indigoton gewonnen. Am Sonntag lagen die Stoffe in den Kübeln, am Montag wurden sie aufgehangen und getrocknet. Das Besondere: Erst in der Verbindung mit Sauerstoff entwickelte Waid seinen eigentlichen Farbstoff und an den Leinen färbten sich die Stoffbahnen von gelb allmählich zu blau. Der Vorgang dauerte recht lang und die Handwerksgesellen hatten am Montag nichts anderes zu tun, als zu warten. Sie hatten praktisch frei beziehungsweise konnten den Montag „blaumachen“. Das änderte sich, als der Pflanzenfarbstoff Indigo in großen Mengen aus Indien nach Europa eingeführt wurde. Der Farbstoff war im Vergleich zu Färberwaid ergiebiger und der Prozess weniger aufwendig. Seit Ende des 19. Jahrhundert wird Indigo nahezu vollsynthetisch hergestellt und hat die Produktion mit dem pflanzlichen Rohstoff fast vollständig verdrängt.

    Nachhaltiges Unikat

    Indigo-Hemd Karo Blau/Rot
    Indigo-Hemd Minimal Blau

    Das Jeanshemd (Karo Rot/Blau oder Minimal Blau) in bequem weit geschnittenem Comfort Fit ist mit echtem Indigo pflanzlich gefärbt – das erkennen Sie an den hellblauen Flächen, die sich beim Tragen abreiben und dem Hemd eine persönliche Note geben. Der leichte Stoff ist aus atmungsaktiver Baumwolle. Den hohen Tragekomfort können Sie mit dem modischen Klassiker natürlich auch montags genießen – ganz ohne dafür blau machen zu müssen.

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