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    Krimi in der Provence - Fall gelöst!

    So ein Fotoshoot – besonders wenn der irgendwo mitten in der Provence stattfindet – ist eine logistische Herausforderung. Nicht nur alle Beteiligten müssen pünktlich von einer Location zur nächsten gebracht werden, sondern auch jede Menge Equipment.

    Provence, 1. Tag 
    Morgens um sieben treffen wir uns vor dem Hotel. Alle Mann rein in die Bullys – der Produktionsassistent zählt sicherheitshalber noch mal durch: insgesamt zehn Leute sind da, auch Klaus J. Behrendt, mit dem wir hier in Frankreich schöne Bilder für die neue Herbst-Winter-Saison machen wollen. Jetzt noch das Gepäck: Kamera-Koffer (den hat Fotograf René Shenouda, immer »am Mann«), Laptoptasche (die trägt er auch selber), Licht, Kabel, Klamotten, Accessoires, … und Zelte gegen die Sonne. Es soll heiß werden heute, obwohl gerade mal Mai ist.

    Nach einem anstrengenden Shooting-Tag, an dem passend zu unserem Classic-Cars-Thema der ersten Teilsaison auch ein wunderschöner 1964er Porsche 356 C beteiligt war, trotten wir abends müde zurück ins Hotel, vorbei an der Rezeption, kurz aufs Zimmer zum Frischmachen. Danach Abendessen und ab ins Bett. Denn früh am nächsten Morgen geht das  Ganze von vorne los. Wir wollen für gutes Licht die Morgensonne erwischen. 

    Provence, 2. Tag
    Um halb sieben ist Frühstück. Die meisten aus dem Team sitzen schon am Tisch, als René, der Fotograf, aufgeregt dazukommt: sein Kamerakoffer ist weg! Gestern vor dem Abendessen sei er noch da gewesen und heute morgen – weg! Wie konnte das passieren? Ist womöglich ein Dieb im Hotel gewesen und hat den Koffer geklaut, als wir beim Abendessen waren? Die Assistentin will wissen, ob er die Kameras ganz sicher gestern Abend wieder mitgebracht habe. René, der sein wertvolles Equipment aus gutem Grund immer selber von A nach B schleppt, ist sich total sicher. Klaus J. Behrendt kommt rein, lässt sich auf seinen Stuhl fallen und ordert erst mal einen Café au lait. „Ne, René, du hattest gestern nur eine Tasche dabei, als wir ins Hotel zurück sind. Ich bin direkt hinter dir gegangen.“ Ungläubige Stille. Echt?! Das weiß der noch? René glaubt immer noch an Diebstahl und braucht Beweise. Die beiden Männer gehen zur Rezeption und fragen, ob sie vielleicht die Video-Aufnahmen des Empfangs vom Abend vorher sehen könnten. Krimi-Stimmung kommt auf: natürlich dürfen sie nicht ... Datenschutz. Weil Klaus J. Behrendt aber zufällig auch noch die genaue Uhrzeit weiß (es war halb sieben), lässt sich der Video-Ausschnitt genau eingrenzen. Also dürfen sie diesen Zeitabschnitt ausnahmsweise doch gucken. 

    Fall gelöst.
    Die beiden starren gebannt auf den Video-Schnipsel: Als erstes betritt die Werbeleiterin von Walbusch, Melanie Molz, das Foyer, danach Dirk Fehrecke, Behrendts Manager, dann kommt René Shenouda – mit nur seiner Laptoptasche in der Hand (!) und direkt hinter ihm Klaus J. Behrendt. »Siehste«, meint der grinsend, »du hattest nur die Tasche dabei.« Shenouda fand seine Objektive dann später am Set wieder, wo sie die Nacht sicher in einem abgeschlossenen Schrank verbracht hatten. Merke: Es schadet nie, wenn man einen Fernsehkommissar dabei hat! ;-)

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