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    Motten wissen Bescheid: nur echtes Cashmere schmeckt

    Was wir erst aufwendig prüfen lassen müssen, weiß die Kleidermotte instinktiv; sie bevorzugt echtes Cashmere und lässt den Wollpullover daneben links liegen. Aber wenn man nun keine Motte ist – woher weiß man, ob auch Cashmere drin ist, wo Cashmere draufsteht?

    Mehrere Cashmere-Ziegen stehen auf einer grünen Wiese.
    Dunkelblauer Pullover mit V-Ausschnitt.
    Cashmere Pullover Herr
    Türkisfarbener Pullover mit femininem V-Ausschnitt.
    Cashmere Leicht-Pullover Dame

     Cashmere-Analyse beim Spezialisten

    Am besten fragt man den Spezialisten: Die Koryphäe auf dem Gebiet der Echthaar-Analyse ist Textil-Chemiker Dr. Kim-Hô Phan mit seinem Prüflabor in Herzogenrath.

    Es gibt drei Wege, Cashmere zu bestimmen: mit der DNS-Analyse, unter dem Lichtmikroskop und unter dem Raster-Elektronenmikroskop. Durchgesetzt hat sich das Raster-Elektronenmikroskop als beste Methode. Und Dr. Kim-Hô Phan ist ein wahrer Meister darin, die Cashmere-Strukturen zu identifizieren. Zunächst wird anhand der Kantenhöhe der Oberflächenschuppen in Schafwolle und Edelhaare unterschieden; Edelhaare haben hier eine deutlich geringere Höhe als Schafwolle. Die Differenzierung der Edelhaare wiederum erfolgt durch die charakteristischen Merkmale der Schuppenstruktur, den sogenannten topographischen Fingerabdruck, und unter Berücksichtigung der Faser-Feinheit.

    Kreativ sind sie schon, die Fälscher

    Häufig werden den teuren Haaren der Cashmere-Ziege 10-15% Fremdfasern beigemischt – aber in manchen Modellen findet sich nicht ein einziges Cashmere-Haar. Und es kann sogar vorkommen, dass die getestete Rohwolle zwar aus Cashmere bestand, im fertigen Modell dann aber keine Spur mehr vorhanden ist... Von Schafwolle bis Viskose wird aus fast jedem Material Cashmere „gebaut“. Da wird mechanisch gestreckt, damit die Faser dünner wird, chemisch behandelt, um die Struktur nachzuahmen, weicher wird’s durch Silikone... 

    Aber warum lohnen sich diese Fälschungen überhaupt?

    Ein Kilo Cashmere kostet je nach Qualität auf dem Weltmarkt zwischen 50 und 130 Euro – mindestens 10mal so viel wie Schafwolle. Je feiner, länger und heller die Faser, desto teurer. Der hohe Preis erklärt sich durch die geringen Mengen: Pro Jahr werden weltweit lediglich etwa 8000 Tonnen produziert. Diese Edelhaare stammen von den Cashmere-Ziegen, die hauptsächlich in Hochlandgebirgen in China oder der Inneren Mongolei leben. Im Frühjahr werden die feinen Unterhaare ausgekämmt. Der noch mit den groben Deckhaaren vermischte Flaum muss anschließend mit viel Aufwand getrennt werden. Für einen Pullover braucht man den Flaum von drei bis fünf Ziegen.

    Walbusch-Pullover: geprüft und für reines Cashmere befunden

    Um sicherzugehen, dass unsere Produkte auch tatsächlich aus reinem Cashmere und sonst nichts bestehen, haben wir sie im Textillabor von Dr. Kim-Hô Phan prüfen lassen.

    Das Ergebnis: „In Anlehnung an die Durchführungsbestimmung TM-58 der IWTO (International Wool Textile Organisation) werden jeweils insgesamt 450 Fasern aus drei Unterproben auf ihre Identität untersucht. Die untersuchten Pullover bestehen aus reinem Edelhaar. Bei der Anzahl der untersuchten Fasern kann ein eventueller Anteil an Schafwolle aus statistischen Erwägungen max. 1% betragen.“

     

    Jetzt bleibt nur noch eins zu tun, wenn Sie sich für eines unserer Cashmere-Modelle entscheiden: Mottenfallen aufstellen....

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