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Manuel Andrack: Rendezvous in Solingen

Ein bisschen aufgeregt bin ich schon: Herzklopfen, ein paar Schmetterlinge flattern im Bauch. Ich habe ein Rendezvous. Ein Rendezvous mit meiner neuen Lieblingsjacke, der besten Wanderjacke der Welt. Im Konferenzraum von Walbusch in Solingen treffe ich alle, die für die Entwicklung der Jacke verantwortlich sind.

Ich genieße einen Ausblick, der einmalig ist. Vor mir die niederrheinische Tiefebene, Blick fast bis Holland. Zur Linken Köln, die Domtürme sind zu erkennen, zur Rechten Düsseldorf. Altbier und Kölsch scheinen zum Greifen nah. Aber Stopp! Ich bin ja nicht wegen der schönen Aussicht gekommen. Wir gehen ins Herz des Textilunternehmens, in die Entwicklungsabteilung. Bald werde ich ihn sehen, den Prototyp der Andrack-Jacke.

Es wird nochmal betont, dass man einen kritischen Herrn Andrack erwarte. Nun, da können sich die Walbusch-Leute echt warm anziehen (im wahrsten Sinne des Wortes), denn ich bin ein gefürchteter Wanderjacken-Kritiker, von mir gab es schon berüchtigte Outdoorjacken-Verrisse. Eine olivgrüne Jacke wird vorsichtig wie ein Gebetsteppich auf den Boden gelegt, der erste optische Eindruck ist sehr gut. Dann ziehe ich die Jacke an, sie sitzt etwas spack, aber dieser Prototyp hat standardmäßig Größe 50. Wenn ich meine richtige Größe 52 trage, habe ich noch vier Zentimeter mehr Volumen im Brust-Bauch-Bereich, die brauche ich auch wegen meiner muskulösen Brust und meinem Sixpack.

Absolut begeistert bin ich von Größe und Umfang der Taschen. Kleiner Regenschirm, kleine Wasserflasche, Taschenbücher, Wanderkarte, Handy, alles findet seinen Platz. Insgesamt habe ich 17 Taschen an meiner Jacke. Wie geil ist das denn, 17 Taschen!

Die Jacke ist aus einem Cotton-Nylon-Gemisch gefertigt, damit könne ich duschen, meint der Chef-Entwickler. Eine auffällige abgesetzte und äußerst stabile rote Schlaufe ist der perfekte Aufhänger für die Jacke. Man reicht mir eine Art silberne Kapsel, groß wie ein Lippenstift. Ich erkenne begeistert: Das ist ein Flaschenöffner. Und schnell habe ich den Dreh raus, denn im Handumdrehen kann man dieses Tool zu einem Korkenzieher umbauen. Nie mehr unterhopft und untertraubt wandern, genial!

Am Rücken kann ich die Jacke mit zwei Druckknöpfen enger stellen. Da ich die Jacke anhabe, hilft man mir. Klick-klick, schon ist die Jacke enger. Jemand regt an, noch etwas am Sound der Druckknöpfe zu arbeiten, die könnten etwas leiser sein. Wahnsinn. Es gibt ja Sound-Designer in der Automobilindustrie, die das Geräusch der zufallenden Autotür optimieren. Swusch, oder Swosch, das ist schon ein Unterschied. Und nun wird auch noch der Sound der Druckknöpfe optimiert. Man merkt, dass alle Walbusch/Klepper-Leute für diese Andrack-Jacke brennen, mit Liebe zum Detail dabei sind, das gefällt mir.

Ich beginne etwas autistisch, den Reißverschluss zu testen. Hoch runter, hoch runter, hoch runter. Scheint sehr robust zu sein. Wäre ich im Auftrag der Stiftung Warentest in Solingen, müsste ich das mindestens 10.000 Mal machen, dafür fehlen mir sowohl Zeit als auch die Lust.

Sie präsentieren noch zwei weitere Farbalternativen, ein Curry- und ein Türkis-Ton. Vor allem die türkisfarbene Jacke steht mir sehr sehr gut. Die Farbe ist Lebensfreude pur, sie vermittelt den Spaß am Draußensein. Meine neue Lieblingsjacke soll in allen drei Farben angeboten werden – Oliv, Lagune, Rost.

Fazit: Das Rendezvous mit der besten Wanderjacke der Welt war Liebe auf den ersten Blick. Daumen hoch und Go für die Andrack-Jacke. Ab Februar 2021 auch Ihre Lieblingsjacke?

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