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Hätten Sie´s gewusst?

Was hätte Kaiser Wilhelm dazu gesagt? Ob er wohl mit Hunderten in der ersten Reihe vor Kaufhaustüren gestanden hätte? Fieberte er dieser Zeit entgegen? Eins wissen wir bestimmt: Mit dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vom 7. Juni 1909 legte er den Grundstein für das, was heutzutage schlicht Sale heißt: den Schlussverkauf.

Grund genug, uns etwas näher mit der 111jährigen Geschichte des Schlussverkaufs zu beschäftigen. Heutzutage hat man ja das Gefühl, es herrsche immer irgendwo irgendein Schlussverkauf. Ob Geschäftsauflösung, Black Friday oder Shopping Week – einen Anlass für Preisreduzierungen scheint es immer zu geben.

Mit der Währungsreform wurde der Schlussverkauf neu geregelt.

Offensichtlich erkannte der Gesetzgeber schon 1950, dass der Schlussverkaufswildwuchs eingeschränkt werden müsste. Damals führte das Bundeswirtschaftsministerium die „Verordnung über Sommer- und Winterschlussverkäufe“ ein. So sollten nur zwei Saisonschlussverkäufe pro Jahr durchgeführt werden: Sommer- und Winterschlussverkauf.

Fun-Fact: Grund, wonach sich 46% der Deutschen ihre Unterwäsche aussuchen: Schlussverkauf. :-))

Vor siebzig Jahren ging es darum, Waren der zu Ende gehenden Saison zu verkaufen. Gerade bei Kleidung, Schuhen und Lederwaren sollte in den Lägern Platz geschaffen werden und auf der Fläche für neue Artikel der anstehenden Saison. Wie lange die Schlussverkäufe dauern durften, war genau festgelegt. 12 Werktage. Auch wann sie stattzufinden hatten, war geregelt: jedes Jahr in der letzten Januar- und ersten Februarwoche fand der Winterschlussverkauf statt, in der letzten Juli- und ersten Augustwoche der Sommerschlussverkauf.

Fun-Fact 2: Pariser nehmen sich einen Tag Urlaub um im Schlussverkauf auf Schnäppchenjagd zu gehen.

2004 war Zeit für eine Reform des Gesetzes. Seitdem können Saisonverkäufe praktisch immer stattfinden und es darf auch verkauft werden, was nicht unbedingt nur Saisonware ist – also beispielsweise Töpfe und Teppiche, Pfannen und Pantoffeln. Allerdings scheinen die Sommer- und Winterschlussverkaufszeiten sich inzwischen so ins Gedächtnis der Bevölkerung eingebrannt zu haben, dass sie noch immer etwa zur gleichen Zeit wie vor 70 Jahren stattfinden.

Shopping-Weisheit: Je schlechter das Wetter, desto früher startet der Sale.

Vor Kaufhaustüren anstehen und mit Öffnung des Geschäfts reinstürmen, um die besten Schnäppchen zu ergattern muss aber niemand mehr. Schließlich findet der Sale, Englisch für Verkauf, inzwischen auch online statt. Auch bei uns natürlich. Sie haben noch nicht vorbeigeschaut? Dann aber los! Tolle Angebote warten auf Sie!

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